
Noch bevor die zweite Oberligasaison gestartet werden
konnte gab es einige personäle Veränderungen beim EHC München.
Anstelle von Michael Eibl, dessen Vertrag zum Ende der letzten Saison
ablief, stand nun Georg Kink an der Bande, unterstützt durch den
neuen sportlichen Leiter Christian Winkler.
Auch kamen mit Martin Schneider, Andreas Attenberger, Florian Vollmer
und dem Trainersohn George Kink 4 junge Cracks in die Landeshauptstadt,
die sich voll durchsetzen konnten. Als neuen Backup-Goalie konnte man
mit Kevin Kühnhackl, Sohn des legendären Erich Kühnhackl,
prominenten Ersatz für den abgewanderten Patrick Koslow präsentieren.
Auch gliederte man die erste Mannschaft des EHC München aus dem
Verein aus und spielte von nun an als EHC München Spielbetriebs
GmbH im Profibereich.
Das erste Spiel der Saison sollte das Pokalspiel gegen den Vizemeister
sein, den Eisbären Berlin. Das Spiel ging vor 2565 Zuschauern
denkbar knapp mit 1:2 verloren, hatte auch Mario Jann zwei Minuten
nach dem 1:2-Führungstreffer der Berliner die Chance per Penalty
den erneuten Ausgleich zu erzielen.
Das erste Ligaspiel der Saison sollte gegen den Baden-Württemberg-Aufsteiger,
dem ESV Hügelsheim bestritten werden. Dieses Spiel konnte man
nur mit 4:3 für sich entscheiden, hatte man doch bei dem Spiel
knapp 80 Torschüsse auf das Tor der Gäste abgefeuert.
Bereits im Oktober verletzte sich Joey Vollmer so sehr, dass man ohne
einen dritten Goalie zu haben auf den der 1b zurückgreifen musste,
nämlich Niki Warchola. Für Warchola sollte es nur dieser
eine Einsatz als Backup bleiben, präsentierte man eine Woche später
mit Dennis Hipke einen weiteren Goalie beim EHC München. Vollmer
kam zwar 2 Wochen später wieder, doch hat er sich nie richtig
auskuriert, so dass er mehrmals in dieser Saison ausfallen sollte.
Die Oberliga Süd-West sollte man als Tabellenzweiter hinter den
Heilbronner Falken und vor Team wie dem EHC Klostersee, dem insolvent
abgestiegenen SC Riessersee und den in die Oberliga aufgestiegenen
Starbulls Rosenheim beenden.
Die anschließende Meisterrunde wurde in wie Gruppen geteilt.
Der EHC München hatte es mit den Dresdner Eislöwen, Stuttgart
Wizards, Blue Lions Leipzig, EHC Klostersee und den Hannover Indians
zu tun.
Noch vor dem Spiel bei den Blue Lions Leipzig sah die Vorstandschaft
sich gezwungen Trainer Georg Kink zu entlassen. Interimstrainer
wurde der sportliche Leiter Christian Winkler. Zwei Wochen später
konnte mit dem Kanadier Gary Prior ein neuer Trainer bis zum Saisonende
präsentiert werden.
Trotz oder vielleicht auch wegen des Trainerwechsels konnte der EHC
die Meisterrunde Gruppe B als Tabellenerster beenden, was für
das folgende Viertelfinale in den Play-offs den Tabellenvierten der
Gruppe A nach München hat kommen lassen. Es waren die Starbulls
Rosenheim.
In einer Best-of-5-Serie konnte man die Rosenheimer kurz und schmerzlos
mit 3:0 (5:0,3:2,5:3) besiegen und stand somit erneut im Halbfinale.
Im Halbfinale traf man dann auf die Blue Lions Leipzig. Konnte man
das erste Spiel noch mit 3:1 für sich entscheiden, verlor man
das Spiel in Leipzig mit 0:3. Wieder zurück in München konnte
man die Blue Lions demoralisieren, gewann man das Spiel mit 7:1. In
Leipzig hatte man nun die Chance aufzusteigen und man gewann das Spiel
mit 4:1.
Die Finalserie hatte nur noch freundschaftlichen Charakter, stiegen
neben dem EHC München auch die Dresdner Eislöwen mit auf.
Das erste Spiel in München konnte der EHC mit 4:3 für sich
entscheiden. Das letzte Spiel in Dresden, es wurde nur Hin- und Rückspiel
ausgetragen, endete nach regulärer Spielzeit wie auch nach Verlängerung
4:3 für Dresden, was Penaltyschießen hieß. Die Eislöwen
konnten dies für sich entscheiden und wurden Oberligameister.
Noch während der Saison konnten Joey Vollmer und Dennis Hipke,
ausgestattet mit je einer Förderlizenz für den DEL-Club ERC
Ingolstadt, den Deutschen Eishockey Pokal gewinnen, standen beide Goalies
für das Finale im Kader des ERCI, da beide Ingolstädter Goalies
verletzt waren.



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